Mindesthonorar für Solos


Sabine Zimmermann ist Vizefraktionschefin der Linken im Bundestag. Sie regt an, über die Einführung eines „Mindesthonorares“ für Selbstständige zu diskutieren. Beiträge zur Krankenversicherung müssten reduziert und die Arbeitslosenversicherung müsste sich am realen Einkommen orientieren. Gerade die beiden letzten Punkte sind natürlich interessant. Aber ein Mindesthonorar?

Hintergrund der Sorge der Politik sind Zahlen, nachdem immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen sind. Haben im Jahre 2007 etwa 66.900 Freiberufler das Arbeitslosengeld II bezogen, hat sich diese Zahl bis 2014 verdoppelt. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Zuwachs an „Solo-Unternehmer“ (..wie sich diese Berufsgruppe gerne nennt!). Sie wuchs vom Jahre 2000 mit 1.84 Mio auf 2.34 Mio im Jahre 2014. Tendenz weiter steigend! Dazu kommen noch ca. 2 Mio Klein-Unternehmer – das sind Selbstständige mit wenigen Mitarbeitern. Im Mittel wird für diese Berufsgruppe 1.496 Euro (Median: Statistisches Bundesamt) Erwerbseinkommen genannt.

Wir glauben, dass die Idee ein Mindesthonorar zu fordern, als ziemlich realitätsfern einzustufen ist. Eine praktikable Lösung für Solos sehen wir indes darin, sich selbst mit den strategischen Ansatzpunkten und Möglichkeiten der eigenen Existenz zu beschäftigen. Auch Solos können wählen: Beispielsweise ein Problemfeld mit genügend Tiefe. Sie können den Blick für die Engpässe einer Zielgruppe schärfen. Der Markt braucht keine >20 Frisörläden in einer Kleinstadt, aber auch die Produzenten von WEB Seiten könnten sich die Frage beantworten, wo sie sich in ihrer Dienstleistung zum Wettbewerber unterscheiden. Ja, und dann gibt es noch die vielen Netzwerker! Illusionisten?

Wir diskutieren diese Zusammenhänge in der Gruppe auf Basis einer Gamification: iPIF Perspektive im Fokus. Jeder Teilnehmer begreift den Sinn einer richtigen Strategie spielend! Thematisch geht es um die Befriedigung eines Grundbedürfnisses: Der Einkommenssicherung. Da gibt es den Engpass einer ausreichenden Nachfrage. Es geht also um die „zu geringe“ Marktwirkung. Wir bieten die Lösung: Systematik zur Steigerung der Attraktivität und Marktanziehung. Kennenlernmeetings gibt es immer donnerstags…..!